Einführung

Einführung
Um diese und ähnliche Gehwegschäden geht es.

Ich untersuche Beschädigungen an den seit 1824 in Berlin verwendeten Gehwegplatten aus Granit, die der Volksmund Schweinebäuche nennt. Dabei geht es mir darum, Kriegsschäden aus dem zweiten Weltkrieg von solchen Beschädigungen zu unterscheiden, die durch Wetter und Nutzung über mehr als 100 Jahre zu erwarten sind.

Der Journalist Armin Fuhrer wurde auf meine Arbeit aufmerksam und die Berliner Zeitung reservierte mir die komplette Seite 3 einer regulären Ausgabe:

Auf Spurensuche in Berlin: Der Mann, der mit den Steinen redet
An vielen Orten finden sich in Berlin noch Spuren aus dem Zweiten Weltkrieg, die wir im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen treten. Hans Greiner erforscht sie.

In der Folge ludt mich Marc Lippuner in seinen Podcast ein:

Kriegsnarben in Pflastersteinen
In der 115. Folge seines Berlin-Kultur-Podcasts trifft Marc Lippuner einen ungewöhnlichen Spurensucher: Hans Greiner, der sich selbst Elohans nennt, dokumentiert Kriegsspuren im Berliner Straßenbild – von Einschusslöchern in Hauswänden bis hin zu Frakturen im Straßenpflaster. Welche Erkenntnisse lassen sich aus den beschädigten Steinen herauslesen? Wie werden die Berliner Gehwegplatten zu Zeugnissen der Geschichte – und warum werden sie eigentlich Schweinebäuche genannt? Hans Greiner erzählt, was ihn antreibt, wie ihn sein Weg vom Ingenieur zum akribischen Feldforscher führte, warum ihn die Suche nach den noch sichtbaren Spuren des Zweiten Weltkriegs im Berliner Straßenland nicht mehr loslässt und wie aus einem scheinbaren Hobby eine Mission wurde. und was andere aus seiner Arbeit machen könnten. Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Blick nach unten.

Meine bisher wichtigste Erkenntnis war die klare Zuordnung eines Beschädigungsmusters zum Einschlag von Stabbrandbomben mit einer Geschwindigkeit von ca. 200m/s:

Stabbrandbombe INC 4 lb
Die Veröffentlichung des Präsidiums des Reichsluftschutzbundes “Feind wirft Brandbomben” von 1943 beschreibt nicht explosive Abwurfmunition, die auch in Berlin zum Einsatz gekommen sein wird. Die beiden britischen Typen INC 30 lb (Phosphorbrandbombe) und INC 4 lb (Stabbrandbombe) sind in großer Zahl über deutschen Städten abgeworfen worden. Die Veröffentlichung legt plausibel

Pro beschriebener Fundstelle erstelle ich einen Artikel in diesem Blog:

  • Fotos (+ Photogrammetrie)
  • Karte mit Flurstück und Koordinaten
  • Ansprechen der Befunde
  • Hypothesen
  • Fragen

Die Befunde habe ich kategorisiert, in einem Signaturregister gelistet und in einer Übersicht in google Maps verzeichnet.

Allgemeine Informationen zu meiner Arbeit sind hier zusammengefasst:

Informationen
Aufruf zur FundmeldungIn diesem Blog dokumentiere ich in einzelnen Artikeln Funde von Beschädigungen an Gehwegplatten (an Schweinebäuchen) und stelle (mir) Fragen, woher diese Beschädigungen kommen könnten. Hier steht, warum ich mir diese Fragen stelle. Ich hoffe auf Schwarmintelligenz und freue mich über jede Rückmeldung zu meinem Thema. Das können beispielsweise

Auf Basis der Ergebnisse meines Literaturstudiums zur Kratergenese habe ich diesen Artikel geschrieben.

Bei weiterem Interesse kann ich von diesem Grobentwurf abgeleitet auf gewünschte Rahmenbedingungen (Dauer, Fokus, Zielgruppe) angepasste Vorträge anbieten: