Leipzig Grassistraße, Flurstück 4137 (LPGRA01)
Alle Fotos in diesem Artikel mit freundlicher Erlaubnis (Mail vom 16.Jan2026) von Dr. Stephanie Weismann.









Die Fotos für diesen Artikel entstanden im Rahmen des Forschungsprojekts "Kulturgeschichte(n) des Straßenpflasters" und wurden mir zur Verwendung in meinem Blog überlassen. Es handelt sich um multiple, gleichartige Beschädigungen über mehrere Platten. Passige Anschlussbeschädigungen fehlen jedoch. Bemerkenswert sind hier die Krater mit konzentrisch umlaufenden Ringen.

| Adresse: | Grassistraße (ohne Hausnummer, Flurstück 4137), 04107 Leipzig |
| Koordinaten: (EPSG:25833) | 316546.124, 5690290.481 |
| Ort | Größe | äußere Form | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Sächsische Gehweg- platte |
? | rund | größte Vertiefung im mittleren Bereich, nur eine Stelle maximaler Vertiefung |
| Sächsische Gehweg- platte |
? | rund | größte Vertiefung im mittleren Bereich, unterschiedlich vollständiger konzentrischer Kreis |
Hypothese:
Aufgrund der gleichartigen Beschädigungen aber der fehlenden Anschlussbeschädigungen ist von einer teilgestörten Fundsituation auszugehen.
Genese der konzentrischen Ringe:
Beim Aufschlag einer Phosphorbrandbombe (INC30LB)[1] auf den Granit schlug der massive Messingkopf einen zentralen runden Krater. Durch die abrupte Abbremsung stauchte sich der dünnwandige Blechmantel hinter dem Messingkopf und faltete sich zu einem ringförmigen Kragen. Dieser schlug dort einen konzentrischen, ringförmigen Eindruck.

Es ist von Kriegsbeschädigungen auszugehen.
Fragen
- Passen die Maße der konzentrischen Ringe zu denen einer INC30LB?
- Gibt es eine Dokumentation zum Kriegsgeschehen an diesem Ort?
- Gibt es eine Dokumentation zu Sanierungsarbeiten des Straßenamts an diesem Ort?
Aus "Feind wirft Brandbomben", herausgegeben vom Präsidium des Reichsluftschutzbundes, 1943 ↩︎
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