Naturkundemuseum (MIINV01)


Im Bereich der Vorfahrt vor dem Naturkundemuseum in der Invalidenstr. befindet sich die Fundstelle mit definierten, seitlichen Einschlägen, Kantenausbrüchen und Schmarren im Bereich der Kante eines Bordsteins. Das angrenzende Kleinpflaster ist eben verlegt und die angrenzende Straße trägt eine Bitumendecke. Im Gebäude des Naturkundemuseums sind aktuell noch erhebliche Kriegsschäden zu sehen. Es wurden aber Sanierungsarbeiten begonnen. Der Museumsdirektor rühmte sich neulich in einem Interview, Gelder dafür akquiriert zu haben und gab freudestrahlend bekannt, dass wer diese Kriegsschäden sehen wolle, sich beeilen müsse. Ihm war das öffentliche Interesse an diesem Stück Erinnerungskultur also bewusst. Trotzdem lässt er es wissentlich zerstören.

| Adresse: | Invalidenstr. 43, 10115 Berlin |
| Koordinaten: (EPSG:25833) | 390097.34, 5821229.52 |
| Ort | Größe | äußere Form | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Bordstein seitlich |
4cm | rund | definiert, größte Vertiefung im mittleren Bereich |
| Bordstein | 2-4cm | rund | Kantenausbrüche |
| Bordstein | 2x5cm | länglich | Schmarre auf Kante |
Hypothese:
Der Zustand des Gehwegs und der Straße lassen Sanierungsarbeiten nach dem Krieg und damit zumindest eine teilgestörte Fundsituation vermuten. Die Gefechtsspuren in den umgebenden Gebäuden bilden einen plausiblen, gemeinsamen Fundkontext. Die multiplen, definierten und gleichförmigen Einschläge besonders in Verbindung mit der Schmarre lassen eine Geschosswirkung vermuten.
Fragen
- Gibt es eine Dokumentation zum Kriegsgeschehen an diesem Ort?
- Gibt es eine Dokumentation zu Sanierungsarbeiten des Straßenamts an diesem Ort?
- Ist im Rahmen der Sanierung des Naturkundemuseums angedacht einzelne Bereiche zu konservieren?
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