Wöhlertstraße 2 (MIWOE02)



Auf dem Gehweg vor der Wöhlertstr. 2 findet sich nach dem Wiederverlegen des Pflasters (siehe auch) eine Beschädigung, die sehr denen in Leipzig in der Grassistr. ähneln.

| Adresse: | Wöhlertstraße 2, 10115 Berlin |
| Koordinaten: (EPSG:25833) | 389933.33, 5821925.54 |
| Ort | Größe | äußere Form | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Gehweg- platte |
12cm | rund | größte Vertiefung im mittleren Bereich, umgebender konzentrischer Kreis, fächerförmige flächige Oberflächenbeschädigung |
Hypothese:
Eine (teil-)gestörte Fundsituation ist durch die Dokumentation von MIWOE01 nachgewiesen.
Genese der konzentrischen Ringe:
Beim Aufschlag einer Phosphorbrandbombe (INC30LB)[1] auf den Granit schlug der massive Messingkopf einen zentralen runden Krater. Durch die abrupte Abbremsung wölbte sich der dünnwandige Blechmantel um dem Messingkopf nach innen. Stehen blieb ein ringförmiger Kragen. Dieser schlug dort einen konzentrischen, ringförmigen Eindruck.
Die Maße des konzentrischen Rings passen zu denen einer INC30LB. Es ist von Kriegsbeschädigungen auszugehen.
Fragen
- Gibt es eine Dokumentation zum Kriegsgeschehen an diesem Ort?
- Gibt es eine Dokumentation der erst kürzlich erfolgten Sanierungsarbeiten des Straßenamts an diesem Ort?
- Ein zufällig an der Fundstelle getroffener MA des Bezirksamts Mitte erklärte, dass die private Hand (Bauherren, Kabelfirmen, ...) zwar das Pflaster öffnen, der Verschluss aber durch die öffentliche Hand (Bezirk?) erfolgt. Kann das so bestätigt werden?
Aus "Feind wirft Brandbomben", herausgegeben vom Präsidium des Reichsluftschutzbundes, 1943 ↩︎
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