Ferdinand-Rhode-Str. 5 (LPFRS02)





Große Splitterrose und passende Einschläge in Torpfosten gegenüber
Die Fundstelle ersteckt sich mit tiefen, langen Schmarren über mehrere Gehwegplatten im sächsischen Format und wird durch Befunde in Form von Kratern im Torpfosten auf der gegenüberliegenden Straßenseite komplettiert.

| Adresse: | Ferdinand-Rhode-Straße 5, 04107 Leipzig |
| Koordinaten: (EPSG:25833) | 316505.717, 5690004.945 |
| Ort | Größe | äußere Form | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Sächsische Gehweg- platte |
2-7cm breit |
lang | fächerförmig verlaufend |
| Torpfosten | 1-8cm | rund | unterschiedliche Größen |
Hypothese:
Aufgrund des kohärenten Beschädigungsbilds ist von einer un- oder teilgestörten Fundsituation auf dem Gehweg auszugehen. Die Schmarren weisen auf den Flug großer Splitter hin. Der Schnittpunkt der Schmarren liegt im Bereich der heutigen Bebauung. Dort lag das Zentrum einer einzelnen Explosion großen Kalibers. Splitter haben auf der gegenüberliegenden Straßenseite massive Einschläge hinterlassen, die ebenfalls zum Explosionszentrum passen. Es ist von Kriegsbeschädigungen auszugehen. In diesem Bereich wird nicht vom Einsatz weitreichender Artillerie ausgegangen. Die Einnahme Leipzigs durch die US Army verlief durch wenige Straßenkämpfe niedriger Intensität. Die dabei eingesetzten Infanteriewaffen (inkl. Schützenpanzer), haben keine Splitter der Größe und Energie erzeugt, wie sie für diese Rose nötig waren. Hier ist gem. Eißmann von Abwurfmunition auszugehen.
Fragen
- Lässt sich feststellen, welche Waffe hier gewirkt hat?
- Gibt es eine Dokumentation zum Kriegsgeschehen an diesem Ort?
- Gibt es eine Dokumentation zu Sanierungsarbeiten des Straßenamts an diesem Ort?
Member discussion