Kantstr. 7 (LPKAN01)








intakte Splitterrose in Gehweg und Bordstein, Reste der Spuren im Großpflaster
In den sächsischen Gehwegplatten findet sich eine große Splitterrose wie sie für Leipzig typisch ist. Die Schmarren geben zusammen ein Bild. Direkt davor befindet sich eine annähernd passende Schmarre quer im Bordstein. Das Geschiebegroßpflaster, weist in dem Bereich vor der Splitterrose die typischen Spuren einer verwürfelten Splitterrose auf, wie es für Berlin typisch ist. Im weiteren Umfeld ist das Geschiebegroßpflaster unbeschädigt (typisch für Leipzig).

| Adresse: | Kantstr. 7, 04275 Leipzig |
| Koordinaten: (EPSG:25833) | 316552.838, 5.688259.179 |
| Ort | Größe | äußere Form | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Sächsische Gehweg- platte |
2-3cm breit |
lang | fächerförmig verlaufend |
| Bordstein | 3cm breit |
lang | quer über die Oberseite des Bordsteins |
| Großpflaster | 1-3cm breit |
länglich | über gesamte Oberseite der Pflastersteine |
Hypothese:
Aufgrund des kohärenten Beschädigungsbilds ist von einer un- oder teilgestörten Fundsituation auf dem Gehweg auszugehen. Die Schmarren weisen auf den Flug großer Splitter hin. Der Schnittpunkt der Schmarren liegt auf der Straße kurz vor dem Gehweg. Dort lag das Zentrum einer einzelnen Explosion großen Kalibers. Das Großpflaster ist dort für Straßenarbeiten hochgenommen und unsortiert wieder eingelegt worden. Es ist von Kriegsbeschädigungen auszugehen. In diesem Bereich wird nicht vom Einsatz weitreichender Artillerie ausgegangen. Die Einnahme Leipzigs durch die US Army verlief durch wenige Straßenkämpfe niedriger Intensität. Die dabei eingesetzten Infanteriewaffen (inkl. Schützenpanzer) haben keine Splitter der Größe und Energie erzeugt, wie sie für diese Rose nötig waren. Hier ist gem. Eißmann von Abwurfmunition auszugehen.
Fragen
- Lässt sich feststellen, welche Waffe hier gewirkt hat?
- Gibt es eine Dokumentation zum Kriegsgeschehen an diesem Ort?
- Gibt es eine Dokumentation zu Sanierungsarbeiten des Straßenamts an diesem Ort?
Member discussion