Terminologie
Auf dieser Seite sind die im Blog verwendeten und/oder geprägten Fachbegriffe definiert.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| A | |
Abwurfmunition |
Aus Flugzeugen abgeworfene Munition, z. B. Brand- und Sprengbomben. |
| Alkalifeldspat | Feldspatgruppe (Kalium-/Natriumfeldspat). Überwiegt im Granit gegenüber den Plagioklasen. |
| Amphibole / Pyroxene |
Dunkle (mafische) Minerale, die neben Biotit seltener in Granit und Granodiorit vorkommen. |
| Analogien (Fundkategorie) |
Beiträge, die Beobachtungen mit Bezug zu den beschädigten Gehwegplatten beschreiben, z. B. Kettenspuren oder Rumpelpflaster. |
| Anlehnungskante | Anlehnungskanten bezeichnen jene Bereiche, an denen die eingelegte Schablone formschlüssig am Krater anliegt, was auf eine geometrische Übereinstimmung der Konturen hinweist. |
AN-M50 |
Von der US Army Air Force verwendete Stabbrandbombe, baugleich zur britischen INC 4 lb |
| Anschlussbeschädigung | Beschädigung, die sich auf der benachbarten Platte fortsetzt. |
| Ansprechen | Archäologisch: Erkennen, Beschreiben und Deuten von Funden und Befunden anhand ihrer Merkmale. |
| Artilleriefeuer | Beschuss mit Geschützen. Typischer Einschlagwinkel 15° bis 20° und damit flacher als bei Mörsern. |
| Aufschlagzünder | Zünder, der beim Aufprall auslöst. |
| Ausdünnungswelle (release wave) |
Longitudinalwelle bei der sich die Teilchen des Mediums weiter auseinanderbewegen. |
| Auswitterung | Selektives Herauswittern vorgeschädigter oder inhomogener Steinbereiche. |
| B | |
Basalt |
Vulkanisches Ergussgestein, Äquivalent zum Plutonit Gabbro. |
| Befund | Unbewegliche Strukturen oder messbare Spuren im Boden, die durch menschliches Handeln in der Vergangenheit entstanden sind. |
| Befundnummer | Laufende Nummer eines Befunds innerhalb einer Fundstelle. |
| Bestandsplatten | Vorhandene, ältere Gehwegplatten im Unterschied zu neu verlegter Ware. |
| Boden&Wand (Fundkategorie) |
Beiträge mit engem Fundzusammenhang von Beschädigungen in Boden (Gehweg) und Wänden (Fassade). |
| Bodendenkmalpflege | Denkmalpflegerischer Zweig, der archäologische Spuren im Boden erfasst und schützt. |
| Bordstein (Fundkategorie) |
Beiträge zu Kriegsspuren an Bordsteinen. |
| bossieren | Steinoberfläche mit Werkzeug grob zurichten. |
| Brandbombe | Nicht explosive Abwurfmunition zum Auslösen von Bränden. |
| C | |
| Charlottenburger Platte |
Fachsprachliche Bezeichnung (Steinsetzer, Fachhandel) der Berliner Granitgehwegplatte. Umgangssprachlich Schweinebauch. |
| Confinement | Seitliche Einspannung eines Körpers. Verringert die Zerstörungswirkung quasi-statischer Anteile eines Einschlags. Eine freie Plattenkante gilt als Grenzfläche ohne Confinement. |
| D | |
| Dämpfung (geometrisch / intrinsisch) |
Abnahme der Wellenamplitude: - geometrisch durch Verteilung auf eine wachsende Wellenfront, - intrinsisch durch Materialeigenschaften des Gesteins. |
Dazit |
Vulkanisches Ergussgesteins-Äquivalent des Granodiorits. |
| dislozierte Splitterrose | Splitterrose, deren Pflasterelemente (Großpflastersteine oder Gehwegplatten) nach der Beschädigung aus der ursprünglichen Lage verschoben oder gedreht wurden. Kennzeichnet eine gestörte Fundsituation. |
| Druckfestigkeit | Widerstand eines Gesteins gegen Druckbeanspruchung. Bei Granit deutlich höher als die Zugfestigkeit. |
Druckwelle (Schockwelle) |
Primäre Longitudinalwelle, die beim Einschlag vom Kraftübertragungspunkt ins Zielmaterial läuft. |
| E | |
| Edge chipping | Kantenabplatzung spröder Körper bei punktförmiger Last nahe der Kante (Chai und Lawn). |
| Einschlagwinkel | Winkel zur Horizontalen, unter dem ein Projektil auftrifft. |
| Einzelschaden (Fundkategorie) |
Beiträge zu einzeln auftretenden Spuren an Gehwegplatten oder Wänden. |
EPSG:25833 |
Koordinatenreferenzsystem (ETRS89/UTM Zone 33N), in dem die Landeskoordinaten der Fundstellen angegeben werden. |
| F | |
| Farbschlag | Farbliche Variante von Granitplatten, bedingt durch Herkunft, Zusammensetzung oder Bearbeitung (z. B. Flammen). |
| Fassadensturz | Herabstürzende Steine aus zusammenbrechenden Fassaden. Ein Schadensmuster, dass sowohl durch kriegerische Handlungen als auch durch Naturkatastrophen auftreten kann. |
| Feldspat | Gesteinsbildendes Mineral. Granit und Granodiorit unterscheiden sich im Verhältnis von Alkalifeldspat zu Plagioklas. |
| Flächenschaden (Fundkategorie) |
Beiträge zu flächigen, oberflächlichen Beschädigungen. |
| Flaking | Oberflächliches Abplatzen oder Abschuppen dünner Schichten, z. B. durch Splitterwirkung oder Hitze. |
| flammen | Hitzebehandlung einer Steinoberfläche. Eisenhaltige Minerale oxidieren zu Hämatit, was rötlich-braune Töne ergibt. |
| Flurstück | Katasterrechtlich abgegrenzte Grundstücksfläche. Gemäß Grabungsstandard des Landesdenkmalamts Berlin in jedem Fundstellenbeitrag in der Lagekarte dargestellt. |
| Fototafel | Tafel mit Maßstab, Datum und Fundstellensignatur, die bei der Fotodokumentation mitfotografiert wird. |
| Fraktur / Frakturlinie |
Bruch- bzw. Rissbildung im Stein, entstanden durch Zugkräfte. |
| Fundkategorien | Schlagwortsystem der Seite: Sechsecke, Boden&Wand, Einzelschäden, Multischäden, Flächenschäden, Bordstein, Analogien, Rechercheergebnis. |
Fundsituation |
Beurteilung, ob Platten seit der Beschädigung - in ihrer ursprünglichen Lage liegen (ungestört) oder - umgesetzt wurden (gestört). - Teilgestört ist eine Fundsituation, wenn sich Pflastermaterial noch am Ort befindet, die Lage aber verändert wurde. |
| Fundstelle | Räumlich abgegrenzter Ort mit einem oder mehreren Befunden. Erhält eine eindeutige Signatur. |
| Fundzusammenhang | Räumliche Beziehung mehrerer Spuren zueinander, z. B. Boden und Wand. |
| G | |
Gabbro |
Plutonit, Tiefengesteins-Äquivalent des Basalts. |
| Gattersäge | Säge zum Zerteilen von Steinblöcken. |
| Gefüge | Anordnung und Verwachsung der Minerale im Gestein. |
| Gehbahn | Streifen des Gehwegs, in dem Platten verlegt sind. |
| Gehwegplatte | Steinplatte als Gehwegbelag. Hier meist Granit (Charlottenburger Platte). |
| Georeferenzierung | Zuordnung von Fotos oder Funden zu Koordinaten. |
| gestört | Siehe Fundsituation. |
| Glimmer | Schichtsilikat im Granit: Biotit (Dunkelglimmer) und Muskovit (Hellglimmer). |
Grabungsstandard |
Vom Landesdenkmalamt Berlin vorgegebener Dokumentationsstandard für archäologische Grabungen. Wird auf der Seite sinngemäß übernommen. |
Granit |
Helles, körniges Plutonit aus Quarz, Feldspat und Glimmer. Alkalifeldspat überwiegt gegenüber Plagioklas. Gegenstück zum Ergussgestein Rhyolith. |
| Granitkleinpflaster | Kleine Pflastersteine aus Granit. |
| Granitporphyr | Granitisches Gestein mit größeren Einsprenglingen. |
Granodiorit |
Granitähnliches Plutonit, bei dem Plagioklas gegenüber Alkalifeldspat überwiegt. Gegenstück zum Ergussgestein Dazit. |
Grauwacke |
Grauer Sandstein. Bildet häufig dunkle Fremdgesteinseinschlüsse ("Xenolithe) in Granit. |
Großsteinpflaster |
Pflaster aus formatiertem Geschiebe mit - einer Länge von12 -22 cm, - einer Breite von 12 - 16 cm und - einer Höhe von 13 - 16 cm |
| H | |
| Hämatit | Eisenoxid. Entsteht u. a. beim Flammen eisenhaltiger Minerale und färbt den Stein rötlich. |
| Haubitze | Artilleriegeschütz |
| Histogramm | Diagramm zur Darstellung von Häufigkeitsverteilungen. |
| Honigtau | Zuckerhaltige Ausscheidungen von Insekten auf Oberflächen. |
| Hypergeschwindigkeits- einschlag |
Einschlag mit mindestens 11 km/s (interplanetar). |
| Hypothese | Eine Annahme über einen Sachverhalt oder einen Wirkungszusammenhang, deren Wahrheitsgehalt noch nicht bewiesen ist, die sich aber durch Beobachtungen, Experimente oder statistische Tests prüfen lässt. |
| I | |
| INC 30 lb | Britische Phosphorbrandbombe mit abgerundeter Spitze und 125 mm Durchmesser. |
| INC 4 lb | Britische Stabbrandbombe mit flachem, sechseckigem Stahlkopf (42 mm Schlüsselweite). |
| Inhomogenität | Ungleichmäßigkeit im Gestein, z. B. Xenolithe oder Gefügeunterschiede. Angriffspunkt für Verwitterung und Rissbildung. |
| in situ | Am ursprünglichen Ort. Gilt für Platten, die seit der Beschädigung nicht bewegt wurden. |
| K | |
| Kampfmittelräumung | Suche und Beseitigung von Kriegsmunition (z. B. durch Bastian). |
| Kantenausbruch (Kantenabtragung) |
Abplatzung an der Kante einer Platte oder eines Bordsteins. |
| Kettenspuren | Hinterlassenschaft von Kettenfahrzeugen. |
| Klüfte | Natürliche vertikale und/oder horizontale Trennflächen im Gestein. |
| Kompaktionszone | Bereich am Kraterboden, in dem ein Projektil zum Stillstand kam und das Gestein verdichtet ist (nach Mol). |
| Kopfsteinpflaster | Pflaster aus nicht formatierten Steinen. |
| Krater | Trichterförmige Vertiefung. |
| Kratergenese | Entstehung eines Kraters. |
| Kriegsbeschädigung | Schaden durch Kriegseinwirkung (Beschuss, Splitter, Brandbomben). Von Gebrauchs- und Verwitterungsspuren abzugrenzen. |
| Kruste | Äußere Schicht eines Steinblocks mit mehr Inhomogenitäten. Wird abgesägt und liefert die gewölbte Plattenunterseite. |
| L | |
Landeskoordinaten |
Koordinaten in einem amtlichen Lagebezugssystem (hier EPSG:25833). |
| Longitudinalwelle | Welle mit Schwingung in Ausbreitungsrichtung, z. B. die primäre Druckwelle. |
| Luftwiderstandsbeiwert (Cd) |
Kennzahl für den Strömungswiderstand eines Körpers. Für die Fallgeschwindigkeit der INC 4 lb abgeschätzt (0,3 bis 1,0). |
| M | |
| mafische Minerale | Dunkle, magnesium- und eisenreiche Minerale wie Biotit, Amphibole, Pyroxene. |
| Maschinenkanone | Automatische Schnellfeuerkanone. |
| Mesorisse (meso cracks) |
Größere Risse, die sich bei langsam gesteigerter Zugbelastung entwickeln. |
| Mikrokrater | Sehr kleine Krater, z. B. bei flächigen Oberflächenbeschädigungen. |
| Mikrorisse (micro cracks) |
Kleine Risse, die sich bei schnellem Aufbau von Zugkräften in großer Zahl bilden. |
| Morphologie | Formmerkmale eines Befunds (Gestalt, Tiefe, Fraktur). |
| Mörser (Granatwerfer) |
Infanteriewaffe für Steilfeuer. Verschießt Wurfgranaten aus einem Glattrohr. |
| Mörserfächer | Nahezu horizontaler Splitterfächer in vertikalen Flächen (Wände, Bordsteinwangen), Spur von Mörsergranaten. |
| Multischaden | Beschädigung, die aus mehreren Einzelbeschädigungen vermutlich desselben Ursprungs besteht. |
| N | |
| Naturwerkstein | Aus Naturstein gewonnenes Bau- und Belagsmaterial. |
| Neuware | Heute neu verlegte Platten, oft aus rechtwinklig gesägtem Material mit ebener Unter- und Oberseite. |
| Nordpfeil | Orientierungsmarke im Foto zur Ausrichtung der Befunde. |
| O | |
| Oberflächenbeschädigung | Flächige Beschädigung der Plattenoberfläche ohne tiefen Krater. |
| Ortsteilkürzel | Zweibuchstabige Abkürzung eines Berliner Ortsteils, Teil der Fundstellensignatur (z. B. Mi für Mitte). |
| P | |
| passig | Zusammenpassend. Beschreibt Anschlussbeschädigungen, deren Konturen auf benachbarten Platten aneinander anschließen. |
| Photogrammetrie | Vermessung und 3D-Rekonstruktion aus Fotos. Dient der Dokumentation der Befunde. |
| Plagioklas | Kalknatronfeldspat. Überwiegt im Granodiorit gegenüber dem Alkalifeldspat. |
Plutonit |
Magmatisches Tiefengestein, das langsam in der Tiefe erkaltet ist (z. B. Granit). |
| Poissonzahl | Kennzahl für die Querkontraktion eines Materials bei Längsdehnung oder -stauchung. |
| Primärschutz | Erhalt eines Denkmals am Ort. Für Kriegsspuren gefordert. |
| Projektil | Geschoss. |
| Q | |
| Quarz | Gesteinsbildendes Mineral aus Siliciumdioxid. Heller, harter Bestandteil des Granits. |
| quasi-statisch | Betrachtung des Krafteintrags als langsam wirkende Last statt als Wellenvorgang. |
| Querkontraktion | Verdünnung eines Körpers quer zur Dehnungsrichtung (Gummiband). |
| R | |
| radiale Fraktur | Vom Einschlagzentrum strahlenförmig verlaufender Riss. |
| randorientierte Speichenfraktur |
Speichenfraktur, die vom Krater zum nahen Plattenrand verläuft. |
| Randwärtsanteil | Anteil randwärts gerichteter Speichenfrakturen an allen Speichenfrakturen eines Kraters. |
| Reality Capture | Photogrammetrie-Software zur Erstellung der 3D-Modelle der Befunde. |
| Rechercheergebnis (Fundkategorie) |
Beiträge mit Ergebnissen und Ableitungen aus Untersuchung und Recherche. |
| Referenzbetrachtung | Fundstelle ohne Kriegsbezug oder mit bekannter Ursache, die zum Vergleich dient. |
| Reflexion | Zurückwerfen einer Welle an einer Grenzfläche (Plattenkante, Unterseite, Fuge). |
Rhyolith |
Vulkanisches Ergussgesteins-Äquivalent des Granits. |
| Riefen | Rillenförmige Vertiefung. |
| Rissbildung | Entstehung von Rissen aus Materialfehlern unter Zugkräften. |
| S | |
| Sächsisches Format | Plattenformat der Gehwegplatten in Sachsen. |
| Sandstein | Sedimentgestein aus verkitteten Sandkörnern. Zeigt bei Einschlägen deutliche Kompaktionszonen. |
Scherwelle (Transversalwelle) |
Welle mit Schwingung quer zur Ausbreitung. Erzeugt Zugspannung orthogonal zur Ausbreitungsrichtung. |
| Schlageisen | Handwerkzeug des Steinmetzes. |
| Schlüsselweite | Abstand gegenüberliegender paralleler Seiten eines Sechsecks. |
| Schmarren | Lange, schmale Furche im Stein. |
| Schockwelle | Siehe Druckwelle. |
| Schrapnell | Mit Bleikugeln oder Metallkugeln gefülltes Artilleriegeschoss, das diese Kugeln beim Umsetzen ausschleudert. Zu unterscheiden von vorfragmentierten Granaten. |
| Schweinebauch | Berliner Bezeichnung der granitenen Gehwegplatte (Charlottenburger Platte). Der Name bezieht sich auf die gewölbte Unterseite in der Seitenansicht. |
| Sechsecke (Fundkategorie) |
Beiträge zu Beschädigungen mit sechseckigem Abdruck einer Stabbrandbombe. |
| Sekundärschutz | Dokumentation eines Denkmals, bevor es verloren geht. Ziel für Kriegsspuren. |
| side spray | Seitlicher Splittereffekt einer Granate. Erzeugt Splitterrosen in horizontalen Flächen und Splitterfächer in vertikalen Flächen. |
Signatur |
Eindeutige Kennzeichnung der Fundstellen nach dem Schema Ortsteilkürzel, Straßenkürzel, laufende Nummer (z. B. MIACK01). Einsehbar im Signaturregister. |
| spalten | Gestein entlang natürlicher Trennflächen teilen. Früher durch Spezialisten ausgeführt, bevor Gattersägen aufkamen. |
| Spallation | Abplatzen von Material (durch eine an der freien Oberfläche reflektierte Zugwelle). |
| Speichenfraktur (spoke fracture) |
Radial an der Oberfläche sichtbarer Riss um einen Einschlagskrater (Ahrens und Rubin). Entstehung noch nicht geklärt. |
| Splitterfächer | Fächerförmiges Splitterbild in vertikalen Flächen (Wände, Bordsteinwangen). |
| Splitterrinne | Tiefe radiale Rinne, die durch Splitter entsteht. |
Splitterrose |
Rosettenförmige Anordnung von Splitterspuren meist in horizontalen Flächen. |
| Splitterwirkung | Zerstörende Wirkung der beim Umsetzen einer Granate entstehenden Splitter. |
| Stabbrandbombe | Nicht explosive, stabförmige Brandbombe (INC 4 lb, AN-M50). Wurde in großer Stückzahl über Städten abgeworfen. |
| Stanzung | Kreisrunder, wie ausgestanzt wirkender Abdruck. |
| Steilfeuer | Beschuss mit hohem Abschusswinkel, steiler Flugbahn und hohem Einschlagwinkel; typisch für Mörser. |
| Steinbruchspuren | Bearbeitungsspuren aus der Gewinnung des Steins, z. B. seitlich gleichabständige Bohrlöcher in Bordsteinen. |
| Steinsetzer | Handwerker, der Natursteinbeläge verlegt. (z. B. Bastian) |
| stocken / gestockt | Steinoberfläche mit dem Stockhammer aufrauen. Die Trittfläche historischer Platten war gestockt. |
| Streckeisendiagramm | Diagramm zur Klassifikation magmatischer Gesteine nach ihren Mineralanteilen (QAPF). |
| sub-surface fractures | Risse parallel zur Oberfläche unterhalb des Einschlags, durch reflektierte Druckwellen. Reichen nicht zum Absplittern aus. |
| T | |
| Tau-Frost-Zyklus | Wiederholtes Gefrieren und Auftauen von Wasser im Gestein. Als Verwitterungsursache genannt. |
| teilgestört | Siehe Fundsituation. |
| Terminalgeschwindigkeit | Maximale Fallgeschwindigkeit, bei der Erdbeschleunigung und Luftwiderstand im Gleichgewicht sind. |
| Transversalwelle | Siehe Scherwelle. |
| Trümmerbahn | Schmalspurbahn zum Abtransport von Kriegsschutt. |
| U | |
| umsetzen | Von Munition: bestimmungsgemäß detonieren. Mörsergranaten sollten oberirdisch umsetzen. |
| ungestört | Siehe Fundsituation. |
| uniaxial | Nur in Richtung einer Achse wirkend, z. B. einachsige Ausbreitung einer Schockwelle. |
| unterschlagen | Plattenrand rundum leicht zurückarbeiten, damit eine Anschlussfuge entsteht. |
| V | |
| Verwitterung | Natürliche Zerstörung von Gestein z. B. durch Witterung, Salz, Frost oder Biologie. |
| Vorschädigung | Bereits vorhandene Schwachstelle oder Rissbildung. Grundlage für spätere Rissausbreitung. |
| Vulkanit (Ergussgestein) |
Gestein, das an der Erdoberfläche rasch erstarrt ist. Gegenstück zum Plutonit. |
| W | |
| Wuchteinschlag | Einschlag durch kinetische Energie eines Projektils. |
| Wurfgranate | Mörsergeschoss mit Flügelschaft, das in das senkrechte Rohr eingeführt wird. |
| X | |
Xenolith |
Fremdgesteinseinschluss im Granit. Bei Berliner Platten meist Grauwacke. |
| Z | |
| Zugfestigkeit | Widerstand eines Gesteins gegen Zugbeanspruchung. Bei Granit deutlich niedriger als die Druckfestigkeit. |
| Zündnadel | Teil des Mörsers, der beim Erreichen des Rohrbodens die Treibladung zündet. |
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